St. Otto im September 2018

 „Mit dem Wind“...

... ist man in der Regel besser unterwegs, als wenn eine kräftige Brise von vorn bläst.
Wer nicht aufpasst, den treibt der Wind aber auch schnell in eine ungeplante Richtung oder am Ziel vorbei.
In einem solchen Fall heißt es, umkehren, und der Rückweg kann dann so richtig anstrengend werden.

Auch kann man sich auf den Wind nicht verlassen.
Er wechselt die Richtung, weht mal aus Osten, dann wieder aus Norden oder Westen
und für manchen leidgeprüften Radfahrer einfach immer nur entgegen der Fahrtrichtung.
Dann heißt es, Zähne zusammenbeißen und schwitzen, oder sich auf die elektrische Trethilfe verlassen,
der die Windrichtung ganz gleichgültig ist.

Vielleicht ist aber der Gegenwind, der uns am raschen Fortkommen hindert, gar nicht so störend, wie wir oft meinen. Zwar sorgt er dafür, dass wir an Tempo verlieren, zum Verschnaufen auch mal absteigen müssen
oder zu spät zu einer Verabredung kommen,
aber jeder kennt auch das Gefühl, körperlich ordentlich gefordert aber wunderbar durchgepustet am Ziel anzukommen.
Mit Rückenwind wäre man sicher schneller, entspannter und vielleicht sogar pünktlich gewesen;
das Gefühl, etwas geschafft zu haben, hätte sich aber nicht im gleichen Maße eingestellt.

Vom Gegenwind können wir lernen, dass Widerstände nicht nur ärgerliche Störfaktoren sein müssen.
Ein Leben auf der Überholspur des Rückenwinds führt nicht selten dazu, dass wir manches verpassen
und vieles nicht intensiv genug wahrnehmen, denn – husch – ist man schon vorüber und vorbei.

Wenn es mir gelingt, den Ärger über den fiesen Gegenwind, der mich regelmäßig ausbremst, zu vergessen
und mich stattdessen über das langsame aber stetige Vorankämpfen – Tritt um Tritt, Schritt für Schritt – zu freuen,
es vielleicht sogar stolz zu genießen, dass ich mir jeden Meter hart erarbeite,
dann trägt auch der zunächst unliebsame Gegenwind dazu bei, meinen Tag zu einem erfüllten zu machen.

 

Liebe Freunde von St. Otto,

seit dem 1. September bin ich als neuer Rektor des Hauses für vieles verantwortlich.
Manche Aufgaben kenne ich schon, andere werden dazukommen.
Den wohligen Rückenwind habe ich schon gespürt, denn der Empfang war sehr herzlich.
Aber auch auf den „positiven Gegenwind“ freue ich mich!

In regelmäßigen Abständen werde ich versuchen, Sie unter der Überschrift „Mit dem Wind“... an Gedanken, Neuigkeiten oder auch dem Alltag in und rund um St. Otto teilhaben zu lassen.
Schauen Sie also bei Interesse gern ab und an mal wieder auf unserer Homepage vorbei.

Kommen Sie gut in den Herbst und genießen Sie die letzten Spätsommertage auf der Insel oder anderswo!
Und wenn Ihnen im Alltag der Wind mal wieder kräftig ins Gesicht bläst:
Tief durchatmen, runterschalten und mutig voran!


Herzlichst                                                                         
Ihr
Markus Constantin
Rektor

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