Chronik 1980–1985
Konvent der Marienschwestern – Chronik 1980–1985
Abschrift aus der handschriftlichen Chronik der Marienschwestern, Zeitraum 1980–1985
Chronik nach Zeitabschnitten: 1947–1961 | 1962–1968 | 1969–1974 | 1975–1979 | 1980–1985
1980
Zum Jahresbeginn, vom 02.-08. Januar hielt Pater (Beschorner PJ.) Schwestern-Exerzitien, an welchen auch zwei Schwestern aus Greifswald teilnahmen.
Am 09.01. reisten Kleinkinder an, insgesamt 46 Kinder, alle nur aus Berlin.
Am 10.01. feierte Herr John seinen zehnjährigen Aufenthalt und Arbeitsübernahme im St. Ottoheim, desgleichen Frau Jendrejerwski/Waschküche (10 Jahre), Schw. Firmina (20 Jahre), Frau Langer und Schw. Isolde (30 Jahre). Alle Mitarbeiter vereinte eine „fliegende Kaffeetafel“.
Es herrschte strenge, gesunde schneereiche Kälte. Trotzdem wagten Dresdner Mütter und Kleinkinder eine Kur im Gästetrakt der Landwirtschaft. Zur großen Freude erholten sich Mütter wie Kinder gut und blieben gesund.
Am 09.02. reisten Schulkinder an und zwar in zwei Gruppen: den Winterferien entsprechend vom 09.-22.02. Jungen und Mädchen der Norddekanate und vom 23.02.-01.03. Schulkinder aus Berlin.
Am 14. Februar beging das Heim den Geburtstag des Herrn Rektors F. Rühr, mit Lied und Spiel und Faschingsumzug und einer „fliegenden Kaffeetafel“ fürs Personal.
Am 02.-09.03. begab sich Schw. Oberin Perpetua nach Neuzelle in die heiligen Exerzitien, an denen auch Mutter Angela sowie Assistentin M. (Setafine) teilnahmen.
Schw. Oberin wollte ihrem Namenstag entgehen, aber er gestaltete sich nachträglich zu einem kleinen Fest durch den Besuch von Mutter No. Angela vom 10.-12.03.
Die Kartage und das Osterfest am 06.04. waren erholsame Tage für die Schwestern, denn das Haus war leer von Kindern und Personal, und füllte sich erst wieder am 09.04. mit Kleinkindern aus Berlin und der Zone.
Ebenfalls am 09.04. trafen die ersten Schwestern-Erholungsgäste, Schw. Innozentia und Schw. Jutta aus Friedrichshagen ein. Ein neu hergerichtetes Doppelzimmer in der oberen Klausur stand für sie bereit.
In den April fiel auch das goldene Jubiläum von Schw. Mirella. Da sie Bekannte und zwei leibliche Schwestern in Westberlin hat, zog sie es vor am 12.04. in Berlin-Lankwitz mit den Westberliner Bräuten zu jubilieren und der Convent begnügte sich mit einer Nachfeier am 07. Mai.
Hochwürden Herr Domkapitular Wessels, Demmin, ließ es sich nicht nehmen, das Festamt mit dem Schwesternkreis zu begehen. Auch Schw. Provinzoberin und einige Schwestern aus Wolgast waren dazu erschienen.
Einen traurigen Akzent erhielt das Fest durch den unerwarteten Tod von Schw. Rosaria Wollschläger am 03. Mai. Schon 3 Jahre beklagte sie sich über Kraftlosigkeit in den Knochen und bediente sich zweier Stöcke beim Gehen. Am 20. April brach sie sich den linken Oberarm, zur Behandlung ins Wolgaster Krankenhaus eingeliefert, stellte der Arzt vollständige Zersetzung der Knochen fest, konnte nur noch die Schmerzen durch Spritzen lindern, und so ging „unser Röschen“ am 03.05. in die Ewigkeit. Herr Pfarrer Schröter Wolgast spendete ihr die Sterbesakramente. Ihre Ruhestätte fand sie am 08.05. auf dem Zinnowitzer Friedhof.
Am 16. April hatten die Norddekanate wieder die Frühjahrs-Rellectio. Herrn H. Weihbischof Joh. Kleineidam konnte wegen einer schweren Magenerkrankung nicht erscheinen, sandte uns aber mit Herrn Domvikar Beißel einen (Salsianerpater) aus Schmargendorf, Westberlin. Er war Gefängnisseelsorger in Tegel und nannte Zinnowitz mit seiner Umgebung durch Wald und See, immer wieder ein Stück „Paradies“. Herr Domvikar hielt einen Lichtbildervortrag über das Leben von Herrn Kardinal Bengsch, an dessen Seite er Jahre hindurch hat wirken dürfen.
Am 07.05. fand die (Inthronisation) des neuen Bischofs von Berlin in der St. Hedwigskathedrale statt. Er hatte einen schwer bewegten Anfang durch die lebensbedrohliche Operation seines Weihbischofs Johannes und durch die Mehrarbeit für den in West-Berlin vom 04.-08.06. stattfindenden Katholikentag, mit dem Motto: „Christi Liebe ist stärker.“
Schw. Isolde nutzte den herrlichen Maimonat für ihren Jahresurlaub und für die Exerzitien in Biesdorf und konnte am Schluss noch den Katholikentag mitnehmen und daselbst Mutter Teresa von Kalkutta, als Verkörperung echter Christusliebe begegnen.
In die Katholikentage fiel diesmal auch das Fronleichnamsfest, das von den Kleinkindern im St. Ottoheim und mit der Gemeinde zusammen gestaltet wurde.
Am 15.08. war für uns ein Freudentag, weil Schw. Oberin Perpetua mit Schw. Oberin Priska, Wenden, im Provinzhaus St. Michael das 25jährige Ordensjubiläum feiern konnten. Am 12. bereits fuhr Schw. Oberin für einen stillen Tag nach Berlin und kehrte am 17.08. zurück.
Für den 18.-20. 08. hatte sich „hoher Besuch“ im Bischof von Berlin, Joachim Meissner angesagt. Die Mädchenkur und die Aspirantur standen vor den Abschiedsfesten und so gestalteten sich die Besuchstage des (Oberhirten) für alle Insassen froh und beglückend. Am 21. feierte der Schwesternkreis nochmals das Jubiläum ihrer Oberin nach.
Für die zweite Augusthälfte hatten wir noch einen seltenen Kurgast in Schw. Adele Breiter, aus Wels in Österreich. Der Augen wegen, hatte der Arzt jodhaltige Seeluft verordnet. Ihr „Wiener Blut“ gefiel uns allen gut. Ihr heiteres, Musikdirektorin, bescheidenes Wesen fand rasch Kontakt und neben dem Greifswalder Schwesternconvent lernte sie auf dem Dekanatstag in Stralsund am 30.08. noch mehr Land und Leben in Diaspora kennen. Als Jubiläums- und Abschiedsgeschenk übergab sie Schw. Oberin Perpetua eine Kaffeemaschine für 12 Personen.
Wie alle Jahre fand Ende August, Anfang September großer Personalwechsel statt. Aspirantinnen begaben sich ins Seminar, Kindergärtnerinnen nach dem Anerkennungsjahr in selbstständige Arbeit, meist nach Berlin. So konnte auch Schw. Oberin an einen Urlaub in Alexanderdorf denken, ebenso Schw. Irmina in Schöneiche, Schw. Firmina und Schw. Radegundis in (Goppeln) bei Dresden, und abschließend Schw. Ildefonsa zur Kur in (Liebenotein).
Im Oktober vom 13.-19.10. erfreute eine ganze Festwoche das Bistum Berlin anlässlich des 50. Jubiläums der Hedwigskathedrale. Für Kinder, Jugendliche, Priester, kirchliche Mitarbeiter und Ordensleute war je ein Feiertag festgelegt mit reichem, ernstem und heiterem Programm, so dass jeder auf seine Kosten kam. Vom Ottoheimer Convent nahmen daran teil: Schw. Oberin, Schw. Cordilia, Schw. Claudia, Schw. Andrea und Schw. Gerburga. Siehe Bildbeilage:
Und auch eine zweite Festwoche für ganz Deutschland sei hier erwähnt: Der Besuch des Papstes Johannes Paul II vom 15.-19. November 80 in der Bundesrepublik mit den speziellen Stationen in Köln, Osnabrück, Mainz, Fulda, Altötting und München. Leider brachte das DDR-Fernsehen davon kein Bild. Allen Gegnern zum Trotz fand sein Erscheinen und sein Wort ungeahnte Begeisterung und Zustimmung. Aus seinem Leben:
Im ganzen Heim spürte man am Jahresende deutlich den Aufwand an Reparaturen, Instandhaltung und den Fleiß der wenigen männlichen Arbeiter: Die Speiseräume des Personals und der Gäste, sowie die Bedienungsküche im Haupthaus parterre, bekamen neues Aussehen durch: Einziehen der Decke mit neuen Beleuchtungskörpern, eingebauten neuen Fenstern und Türen, geänderten Möbeln, neu tapezierten und lackierten Wänden und dergleichen mehr. Neue Gardinen und bunte Tischsdecken gaben den Räumen ein frohes und wohnliches Aussehen. Diese Arbeiten spielten sich hauptsächlich im 1. Quartal ab. Im Sommer wurde das Haupthaus von der Ost- und Nordseite weiter abgeputzt, Fenster erhielten rostbraunen Rahmenanstrich und der gesamte Sockel des Hauses Blechbeschläge.
Ebenso wurden die Grünanlagen vervollständigt, (besauf) dem Küchenhof und vor dem Waldheim.
Auch Station 1 erhielt neu eingebaute Fenster, Gardinen und Vorhänge und die Räume einen neuen Anstrich. Station 6 erhielt beim Renovieren neue Schränke, und alle notwendigen Überholungsarbeiten auf Station 2 und Station 5 fielen auch in die Herbstzeit, denn nach den Oktoberferien der Schulkinder war die Zahl der kleinen Gäste stark reduziert.
Am 18.12. fuhren alle Kinder heim und so konnte das Personal am 19.12. bereits die Weihnachtsfeier halten, mit Abendessen und Geschenkverteilung (Geschirr und Handtücher) nun am 20.12. heimzufahren.
1981
Am 07.01. reisten 44 Kleinkinder aus Berlin an. Bereits am 06.01. hatte die Weihnachtsruhe ihr Ende gefunden durch die Anreise des Personals. Herr Rektor Rühr machte sich die Mühe und hielt fürs Hauspersonal einen Einkehrtag. Die Aspirantur kehrte erst am 23.01. ins Ottoheim zurück und verlebte ihren Einkehrtag in Alt-Buchhorst.
Vom 07.-28.02. war das Haus mit einer wöchentlichen Mädchenkur, meist Berliner, belegt und anschließend belegten für eine Woche noch die Jungs alle Plätze. Am 14.02. war die Segnung des Reliefs vom heiligen Otto am Waldheim durch den Berliner Bischof Dr. Joachim Meisner, den Nachfolger von Herrn Kardinal Bengsch. Eigentlich war Herr Weihbischof Johannes für diese Feier und den Besuch der Kinder vorgesehen, musste sich aber wegen seiner schweren Magenoperation immer noch schonen, und sogar einer plötzlichen zweiten Operation unterziehen.
Fasching des Hauses war schon am 21.02. mit dem Motto: Bagdad! Als Muslims verkleidet und mit einem Gebetsteppich bewaffnet begann der fröhliche Abend und gute Musik hielt die Tanzfreudigkeit der Jugend bis Mitternacht lebendig.
Am 04.01. bereits verstarb in Berlin- Lankwitz Mutter M Roswitha Mise, und im März hielt, wie in diesem Frühjahr überhaupt, der Tod reiche Ernte. Bis Mitte März erreichte uns die siebente Todesnachricht, darunter auch die von Schwa. Caritas, erst 60 Jahre alt und die von Schw. Accidia, welche nach Kriegsende jahrlang im Ottoheim arbeitete und schwer zuckerkrank, aber noch hoffnungsvoll nach West-Berlin überwechselte.
Im März fuhren Schw. Radegundis und Schw. Ildefonsa nach Alexanderdorf in Exerzitien. Schw. Firmia war bereits im Februar in Berlin-Briesdorf gewesen, wohin sich Ende März Schw. Mirella und Schw. Cordilia begaben. Schw. Isolde und Schw. Irmina fuhren im Mai nach Briesdorf.
Auch Schw. Oberin Perpetuas Namensfest fiel in diesen Monat. Am 07.III. war sie erstmals zum Namentag anwesend, aber auch diesmal nur halb, denn schon nach dem Mittagstisch begab sie sich auf eine Berlinfahrt für 3 Tage und (brachte) auf dem Rückweg Schw. Provinzoberin Bernhildis für einige Tage mit. So hatten wir das Glück, zweimal zu feiern.
Die Osterfeiertage durften wir Schwestern ohne Kinder und ohne Personal zubringen und konnten uns so innig in das heilige Geschehen vertiefen. Doch am 3. Feiertag, dem 22.04. reisten schon 240 Kinder, kleine und große und auch Gäste für die Zimmer auf der früheren Landwirtschaft an.
Schw. Gerburga am 20.04., Schw. Mirella am 01.05. und Schw. Isolde am 24.05. begaben sich in den Jahresurlaub und Schw. Oberin Perpetua fuhr für einige Tage nach Berlin zur goldenen Hochzeit ihrer Eltern.
Bereits vor dem Osterfest ging es unserem Herrn Kurator und Weihbischof von Berlin gesundheitlich sehr schlecht.
Täglich passierte seine über 70 Jahre zählende Mutter die Berliner Stadtgrenze, um ihrem Sohn in den Tagen des Sterbens nahe zu sein. Zu St. Michael nahm sie und seine Geschwister stundenweise Aufenthalt. In schmerzvoller Ergebung traf Herr Kurator seine letzten Anordnungen und äußerte den Wunsch: nicht in St. Hedwig, sondern unter Menschen begraben zu sein.
Der 2. Juni wurde sein Todestag. Da Pfingsten auf den 07. und 08.06. fiel, fand das Totenamt mit anschließender Beisetzung auf dem St. Hedwigsfriedhof in Hohenschönhausen erst am 10.06. in der Kathedrale unter großer Anteilnahme von Klerus und Volk statt. Vom Konvent nahmen Schw. Oberin, Schw. Irmina, Schw. Andrea und Schw. Claudia und Schw. Firmina daran teil. Auch Mutter Angela und viele Schwestern der Berliner Fialen waren anwesend.
Auf Bischof Meisner lastete viel Arbeit, so dass er dem St. Ottoheim nur kurzen Besuch während der Mädchenkur am 11. und 12.08. abstatten konnte. Es traf gerade auf Freitag/Samstag, also fleischfreie Tage. Als Mittagessen im Schwesternkreis gab es Bratkartoffeln und Hering bzw. Spiegelei, und scherzend meine der Bischof dabei: Ganz wie bei meiner Großmutter! Wenn ich sie als Schulkind besuchte, machte sie mir auch jedes Mal Bratkartoffeln.
Am 19.08. war ein Treffen für alle Ordensschwestern des Bistums Berlin in Strausberg, gedacht als „Fatima-Wallfahrt“. Vom Konvent entschloss sich nur Schw. Isolde zur Teilnahme und erfreute sich der herzlichen Verbundenheit von nahezu 90 Schwestern verschiedener Gemeinschaft untereinander.
Am 29.08. war einen Dekanatswallfahrt nach Bergen auf Rügen. Mit dem Bus der Gemeinde Zinnowitz fuhren außer Schw. Isolde noch Schw. Talida und die Besuchsschwester (M.) Adele aus Österreich dorthin. Außer dem feierlichem Amt, dem Gebet und religiösem Spiel erfreute uns eine gute Organisation auch für körperliche Bedürfnisse und der freudige Opfermut einer Jugendgruppe (Herz-Jesu, Berlin), die den Weg Berlin-Bergen „per Pedes“ zurücklegte, gab allen zu denken.
Auf dieser Schwesternstation wirkten die Marienschwestern bis 01.12.1955 als (Sakristanin), Organistin und unterhielten zugleich eine kleine (Kommunikanten-Anstalt) für 20 Kinder.
Der September-Aufenthalt der Kleinkinder war vom Wetter sehr begünstigt. Die Temperatur stieg bis auf 28° und sogar das Wasser hielt die Temperatur von 18°, zur großen Freude der Kinder.
Einen jähen Umschwung brachte der Oktobermonat, wo andauernd starke Stürme, Stärke 7,8 und 9 mit vielen Regengüssen wechselten. Ende Oktober fiel bereits der 1. Schnee und einsetzender Frost ließ ihn bis zum Frühjahr liegen.
Wie alle Jahre wechselten nach der Saison mehrere Kindergärtnerinnen. Aus dem (Michendorfer) Seminar sowie aus Heiligenstadt kamen neuen Kräfte, um das Eignungsjahr zu absolvieren, meist Bekannte, die im St. Ottoheim schon zum Vorpraktikum waren.
Auch die Leitung der Aspirantur wechselte. Fräulein Melchert feierte am 31.08. im kleinen Kreis der Hausleitung Abschied und Schw. (No.) Cordula Klafke, die bereits das Fürsorgeexamen in Magdeburg sowie das Eignungsjahr in Potsdam hinter sich hatte, begann am 01.10. ihre eigentliche Arbeit bei neun jungen Mädchen.
Am 29.08. besuchte uns zum dritten Mal kurz hintereinander Schw. Provinzoberin (M.) Bernhildis. Diesmal mit 2 Autos und insgesamt 10 Mitschwestern. Es ging um die Wahl einer Deligiertenschwester für das Generalkapitel, da der Staat die Auslandsreise nach Rom keiner zweiten Schwester erlaubte. Die Entscheidung zwischen Schw. Oberin Eufemia, Wolgast und Schw. Radegundis, Zinnowitz fiel auf Letztere. Nachdem sie am 22.10. noch ihren 50. Geburtstag feiern konnte, begab sie sich am 02.11. nach Berlin und trat von dort per Flugzeug mit Schw. Meisterin (M.) Friedlinde die verantwortungsvolle Fahrt in die ewige Stadt an, wo am 04.11. bereits das Generalkapitel begann, das sich etwas über 4 Wochen hinzog.
Im November konnten auch Herr John an eine Herzkur in (Brd-Liebenstein), und Schw. Ildefonsa in (Breitenvorbis), Thüringen denken. Beide hatten es nötig und kehrten froh und erholt für die Jahresendarbeit im Dezember zurück.
Bereits im Winter 80/81 hatte unser Männerpersonal die Vorarbeiten zum Innen-Umbau des Fichtenheims begonnen. Im zeitigen Frühjahr erfolgte der Weiterbau: Neuer Eingang, schöner heller Tagesraum, zwei Schlafräume, Küche mit Elektroherd und gekachelte Wasch- Dusch und Toilettenräume lagen fürs Personal waren Wohnmöglichkeiten über den Kinderräumen geschaffen. Mit Freuden hielten die Schulkinder zum Beginn der großen Ferien ihren Einzug.
Holzgeschnitzte Madonna als Geschenk von Herrn H. Kardinal Meisner erhalten im Oktober 1981.
1982
Zu Beginn des Jahres 1982, vom 04.01. – 08.01. hielt Herr Pater Nikl, (PJ.) die Jahresexerzitien, an welchen besonders die ältere Generation, auch Schwestern anderer Genossenschaften teilnahmen, weil in Berlin-Briesdorf wegen Bauarbeiten sämtliche (Exkurse) ausfielen.
Schw. Cordula fuhr am 10.01. zu Exerzitien nach Parchim, Schw. Firmina und Schw. Claudia im März nach Alexanderdorf, Schw. Andrea im April nach Bad Salzungen, und Schw. Radegundis ebenfalls nach Alexanderdorf.
Am 06.01. bereits reisten 53 Kleinkinder aus Berlin an, trotz grimmiger Kälte 23°, vielem Schnee und äußerst stürmischem Wetter.
Für Schw. Ildefonsa war der 06.01. der Abreisetag laut Versetzung nach Lückenwalde im Austausch für Schw. Gabriela Lojak für das Amt der Gästebedienung. Frau John übernahm die „kalte Küche“, Fräulein Beyer die Brotstube, und eine Köchin, Frau Eiche stand Schw. Firmina zur Seite. Sowohl Fräulein Beyer als auch Frau Eiche waren in Zinnowitz ansässig und arbeiteten nur 6 Stunden, so dass alle Nebenarbeiten der Schw. Firmina als Küchenleitung zufielen.
Am 10.01. verließ auch Frau Helene Langer nach 32jähriger Arbeitszeit das St. Ottoheim und zog zu ihrer Tochter Gabi, jetzt Frau Weiß, in die Nähe von Zittau.
Am 23.01. reisten endlich nach Praktikum und Urlaub die Aspirantinnen für Ausbildung und Hilfe an.
Am 04.02. füllte sich das Heim mit 240 Schulkindern, meist aus der (Diözese) Berlin; aber zwei Gruppen waren auch aus Dresden gekommen. Immer noch hielt die strenge Kälte an und infolge des Glatteis auf allen Wegen verletzte sich durch Fallen Schw. Oberin Perpetua den linken Unterarm, zu einer Zeit, da jede Hand gebraucht wurde.
Auch Fräulein Leokadia (Jendrejewski), 70 Jahre alt, fiel nach 27jähriger Arbeitszeit im St. Ottoheim endgültig aus. Nach kurzem Kranksein und einer Krebsoperation vertauschte sie diese Erde am 06.03. mit der himmlischen Heimat und fand auf Wunsch ihre Ruhestätte am 11.03. auf dem Friedhof in Anklam. Daselbst wohnt ihre Pflegetochter Dagmar Müller und deren Mann ist auf dem Friedhof beschäftigt.
Schw. Oberin Perpetuas Namenstag am 07.03. fiel auf den 2. Fastensonntag und dazu brachte Schw. Provinzoberin Bernhildis chw. Annetta und Schw. Adelheidis und auch und auch unsere jüngste Mitschwester (No.) Petra mit. Auch der Wolgaster Konvent war anwesend. Für Schw. Provinzoberin selbst war es ein Abschiedsbesuch, doch wurde ihr bei der Oberinnenkonferenz und am Namenstag, 25.03. noch eine Amtsverlängerung bis zum 15.05.82 angetragen. Die (formelle) Übergabe an Schw. (No.) Friedlinde Klomp als Provinzoberin der Brandenburgischen Provinz erfolgte am 19.05., einem Tag vor Christi Himmelfahrt und am 26.05. war ihr 1. amtlicher Besuch in Zinnowitz. Auf diese Weise konnte sich Schw. (No.) Bernhildis intensiv um die Renovierung der Wohnung für den bereits am 13. Februar ernannten neuen (H. H.) Weihbischof für Berlin Herrn Wolfgang Wieder kümmern. Sein Weihetag fiel auf den 25. März, dem Feste der Ankündigung des Herrn. Wohl dies Marienfest berücksichtigend wählte er beistehenden Leitspruch und ließ dabei deutlich seine Auffassung vom Dienst am Gottesvolk und seine innige Marienverbindung- und verehrung erkennen.
Die Hedwigskathedrale war überfüllt und auch unser Konvent war durch Schw. Oberin und einige junge Schwestern vertreten.
Der strenge Winter hielt lange an und Ende März brach in den Bezirken Neubrandenburg und Rostock ebenso wie in Sachsen und Thüringen Maul- und Klauenseuche aus. Viel Vieh musste notgeschlachtet werden und nur durch Impfungen konnte mit Mühe der Seuche Einhalt geboten werden.
Die Insel Usedom war für den gesamten Reiseverkehr bis zum 24. April gesperrt. Unsere Kinder konnten die Insel nur unter Schwierigkeiten verlassen. Das Elterntreffen der Aspirantinnen musste abgesagt werden. Personal wie Schwestern hatten unfreiwillige „Ferien“ bis zur Ankunft der Gäste fürs Landwirtschaftsgelände am 23.04. und der Berliner (Kd.) am 24.04. Am 08.05. durften nur Berliner Schulkinder im Heim aufgenommen werden, in der Frühjahrsferien-Woche. Erst ab 15.05. liefen die Transporte wieder normal,
230 Kleinkinder aus der gesamten DDR reisten an.
Trotz der „Ferien“ war noch genügend Beschäftigung im Ottoheim: Die Kapelle erhielt neue Beleuchtung (Decken-Hängelampen). Station 19 wurde ausgeräumt und für den Umbau vorbereitet. Die Küchenräume wurden renoviert. Im Fichtenheim wurde das schadhafte Dach repariert und vor dem neuen Eingang Sitzbänke sowie ein Buddelkasten angebracht. Ebenso wurde in Wochenendarbeiten das Dach der Krankenstation und der Aspirantur neu gedeckt und in den (Aspiboden) ein Fenster eingesetzt.
In Wolgast war der 23. April der Todestag für Schw. (No.) Daria Futterschneider. Sie hatte nach der Flucht von Stegers (Westpreußen) beim Kriegsende äußerst fleißig in Zinnowitz im Lazarett, dann mit Schw. (M.) Elvira auf der Kinderstation und zuletzt in Küche und Garten gearbeitet, bis sie der Herr im Alter von 83 Jahren in die ewige Herrlichkeit rief. Sie ruht auf dem Zinnowitzer Friedhof, auf der für Wolgast gekauften Begräbnisstätte.
Der 8.04. war ihr Begräbnistag und zugleich der Tag der Frühjahrs-Rellectio für die Norddekanate. Herr Pfarrer Ackermann hielt dabei einen interessanten Vortrag: Liturgie unserer Kirche in der 3. Welt, mit herrlichen Lichtbildern. Für ihn selbst bedeutete sein Aufenthalt im St. Ottoheim Abschied vom ihm lieb gewordenen Ordensreferat und Herrn Pfarrer Ruprecht trat an seine Stelle.
Unter dem Ordensreferenten Herrn Pfarrer Ackermann durften wir Berliner-Bistums-Schwestern jährlich eine Wallfahrt machen, und diesmal ging es mit 2 Dampfern von Berlin-Friedrichshagen über Köpenick und (Markuer) nach Alt-Buchhorst zur Schutzmantel-Madonna. Die große Freude dieses Erlebnisses äußerte sich schon unterwegs in innigem Gebet und geistlichen Liedern, aber am Nachmittag auch in einer frohen Runde mit Spiel, Lied und auch kleinen Darbietungen junger Schwestern. H. H. Weihbischof W. Wieder hielt das heilige Amt und wurde dadurch vielen Schwestern erstmals näher bekannt.
Am 15.06. konnte Schw. Reinfrida Bonk auf ihren 88. Geburtstag zurückblicken und dem Herrgott Dank sagen für ihre körperliche und geistige Gesundheit.
Schw. Oberin Perpetua, deren Amtszeit im Mai bereits abgelaufen und auf weitere 3 Jahre verlängert worden war, nahm an der Mitfreude nur aus der Ferne teil, denn am gleichen Tag beging ihr Bruder in Kaiserslautern das silberne Hochzeitsjubiläum. Ausnahmsweise und unter Schwierigkeiten erhielt sie und ihre Schwester von der Berliner Polizei die Reisegenehmigung für 8 Tage. Schw. Oberin nutzte diese Zeit voll aus und durch Besuche auf den Filialen in Langweiler, Cochem, Wenden und Westberlin, lernte sie die BRD kennen.
Im September erfreute sich auch Schw. Irmina einer Reise nach Westdeutschland anlässlich der grünen Hochzeit ihrer Schwester in Müllheim im Breisgau.
Schw. Andrea plante erwartungsfroh für den Oktober eine Reise nach Aachen, ebenfalls zur Silberhochzeit ihrer Schwester. Zur großen Enttäuschung jedoch wurde ihr die Erfüllung ihres sehnlichen Wunsches versagt; ohne Begründung.
Vom 07.07. – 25.08. beherbergte das St. Ottoheim die Schulferienkinder (230!) für alle war der kurze Besuch des neuen Weihbischof eine große Freude: am 10. und 11.07. Trotz der kurzen Zeit kam er mit Schwestern, Mitarbeitern und Kurenpersonal meist bei den Mahlzeiten ins Gespräch.
Der Sommer und insbesondere die Ferienmonate waren sehr heiß und es gab kaum einen Regentag bis in den September hinein. Für die Gäste und Kinder eine rechte Badezeit, aber für den Landmann eine Dürre.
Jungen- wie Mädchenkur verliefen ruhig und ohne besondere Zwischenfälle, sondern mit viel Freude beim Neptunfest und sonstigen Gruppenfesten.
Bereits im Mai fuhren Schw. Mirella und Schw. Cordilia in die BRD. Schw. Gerburga und Schw. Isolde erfreuten sich des Urlaubs im Juli/August. Letzteren war es sogar vergönnt 14 Tage im Salzburger Land, im Tennengebirge „auf der Mittenbergalm“ zuzubringen und Höhenluft, 1500 m, zu genießen und daselbst das Leben der Berliner Bewohner kennen zu lernen.
Der Spätherbst dieses Jahres war äußerst warm und regenarm. Die Wassertemperatur, immer noch 16 – 19° Celsius, ermöglichte Gästen und Kindern viel Aufenthalt im Wasser. Es waren auch 3 Gruppen debiler Kinder; (Michendorf, Jugendlicher Berlin-Buch und sogar in Arbeit stehender Erwachsene-Debile, Erzhausen), die sich des Seeaufenthaltes bei schönem Wetter erfreuten.
Am 16.09., Schw. Oberin Eufemias Namensfest und am 18.09., Schw. Reinfridas Namenstag erfreuten sich die Filialen Wolgast und Zinnowitz eines kurzen Besuchs der Provinzoberin (No.) Friedlinde.
Der September brachte dem Heim mehrere Veränderungen:
Die Aspirantinnen begaben sich zur Fortbildung nach Michendorf bzw. Heiligenstadt, Kindergärtnerinnen wechselten und neue, meist durch unsere Aspirantur gegangene, begannen ihr Eignungsjahr für den kirchlichen Dienst.
Auch Herr Rektor F. Rühr erhielt seine Ernennung als Pfarrer von Prenzlau. Am 01.09. reiste er in Urlaub und nach kleinen Abschiedsfeiern war am 25.09. seine offizielle Einführung und Pfarrübernahme. Schw. Provinzoberin, Schw. Irmina und Schw. Felicitas, die aus seiner jetzigen Gemeinde stammt, nahmen am feierlichen Gottesdienst teil.
Als neuer Rektor des Ottoheimes und zugleich als Pfarrer von Zinnowitz war am 08.10. in der Abendmesse die Einführung und Pfarrübergabe an den bisherigen Pfarrer von Torgelow: Herrn Horst Freyer durch Herrn Bischof von Berlin Joachim Meissner. Dazu waren an 20 Priester der Umgebung vertreten.
Nach der Saison konnten einige Schwestern an den ausstehenden Jahresurlaub denken und so fuhren Schw. Radegundis und Schw. Firmina sowie Schw. Andrea und Schw. Gabriela nach Goppeln, Schw. Oberin Perpetua nach Alexanderdorf und anschließend in Exerzitien nach Erfurt.
Am 10.11. hatten wir die 1. Schwestern-Rellectio mit dem neuen Ordensreferenten Herrn Ruprecht. Diese Zusammenkunft ist jedes Mal mit religiösem Vortrag, heiligen Segen und gemütlichen Kaffeetrinken für alle Teilnehmer ein gelöster, austauschender und froher Nachmittag.
Am 27.11. reiste Mutter Angela mit Schw. Provinzoberin an, um die anstehende Visitation durchzuführen. Das stand ihr leider nur die kurze Zeit von 3 Tagen für ihre 15 Schwestern hier zur Verfügung. Am 30.11., dem Namenstag von Schw. Andrea, fuhr sie in aller Herrgottsfrühe bereits zum Schwesternkreis nach Wolgast. Dort zelebrierte Herr Pfarrer Schröter in der Hauskapelle in den Anliegen der Kongregation. So vollzog sich der Abschied ganz still, aber mit dem festen Versprechen, im ½ Jahre wiederzukommen.
Kurz vor Weihnachten konnte (H. H.) Weihbischof Wolfgang Weider auf den 25. Jahrestag seiner Priesterweihe zurückblicken. Seinen Wohnsitz hat er in unserem Berliner Provinzhaus Michaelkirchplatz 3, genau wie seine Vorgänger. Noch vor dem Christfest erhielten wir von ihm die Zusicherung seiner Annahme als Kurator der Brandenburgischen Provinz.
Am 22.12. fuhren gesund und erholt unsere Kinder heim zu den Eltern.
Am Nachmittag fand für Schwestern und Personal in der Kapelle eine kurze Weihnachts-Andacht statt, anschließend war in Trassenheide im Hotel „Waldhof“ ein ausgiebiges Weihnachtsessen und dann begab sich der größte Teil zur Bahn.
Wir Schwestern waren allein, tragen unsere letzten persönlichen Weihnachtsvorbereitungen und (harrten) dem Christkind entgegen.
Bereits um 17.00 Uhr war am Heiligen Abend für die ganze Gemeinde im Ottoheim die Weihnachtsmesse, so dass ein Jeder sich eines langen frohen Abends erfreuen konnte.
1983
Der Januar 1983 begann mit viel Schnee und starkem Sturm: Stärke 9 und 10! Und dieses Wetter hielt mit kleinen Unterbrechungen bis in den Februar hinein an. Am 04.01. war die Anreise des Personals und abends heilige Messe der Hausgemeinschaft mit (Agape).
Neues Personal erhielt die Küche in dem Meisterkoch Herrn Andreas Hampel; Berlin und dem Beikoch Herrn Thomas Röger, der im St. Ottoheim ein „Jahr für Gott“ leisten wollte; im Januar aber der Schw. Gabriela als Hilfe für die Gästebedienung zugeteilt wurde. Mit großer Hilfsbereitschaft tat er alle anfallenden Arbeiten und wurde deswegen nicht selten geneckt.
Am 05.01. reisten 42 Kinder aus Berlin an.
Auch die Krankenstation erhielt im Januar eine neue Chefin in Schw. Justina Schumacher, welche verheiratet mit ihrem Mann und ihrer ebenfalls verheirateten Schwester in Zinnowitz wohnte.
Für Schw. Andrea war eine Versetzung geplant. Sie erhielt ihre Abberufung jedoch erst am 1.März, nutzte die Zwischenzeit für persönliche Belange und wurde dann Oberin in Schöneiche bei Berlin.
Bereits am 04.01. nach dem Jahresabschluss machte sich Schw. Radegundis zu Exerzitien nach Aleganderdorf auf um sich Kraft und Gottes Segen für die kommende Arbeit zu holen und ihr folgten Ende Februar Schw. Isolde und Schw. Irmina in die Stille nach Strausberg bei Berlin, im März Schw. Mirella, Schw. Cordilia und Schw. Talida nach Birkenwerder bei Berlin und Schw. Gerburga sowie Schw. Claudia nach Alexanderdorf während Schw. Firmina mit Schw. Gabriela die lange Fahrt nach Heiligenstadt wagten.
Am 17.01 kehrten auch die 9 Aspirantinnen nach Praktikum und Jahresurlaub zurück, waren aber von der Arbeit noch freigestellt für den Unterricht bis zur Ankunft der 247 Schulkinder im Februar.
Am 19.01 durften Schw. Isolde, Schw. Gerburga und Schw. Cordilia den verjährten Betriebsausflug nachholen und mit Herrn Pfarrer Freyer eine Autofahrt nach Viereck unternehmen zu Fräulein Liesel Schuster und so das längst gegebene Versprechen ihr gegenüber erfüllen.
Zum Namensfest von Schw. Oberin Perpetua waren nur Schwestern aus Wolgast anwesend und tags darauf, am 08.III., am Frauentag vereinte eine fliegende Kaffeetafel die Hausgemeinschaft mit dem Kurenpersonal.
In den Winterferien vom 05.02.-26.02. fanden zwei Kuren für Schulkinder, meist Berliner, statt. Fasching wurde von jeder Gruppe ausgiebig gefeiert, aber auch der Aschermittwoch als ein Tag der Büßer.
Am 21.III. erhielten wir die Todesnachricht von Schw. Aloysiana in Wolgast. Ein Schlaganfall verursachte ihr nur kurzes Krankenlager und noch in der Passionswoche war die Beerdigung auf dem Zinnowitzer Friedhof.
Ostern fiel auf den 3. April. Wir Schwestern waren allein, ohne Kinder und Gäste, und ohne Personal, so dass es für jede von uns geruhsame und zur Selbstbesinnung geeignete Tage waren, recht geeignet für das Jubiläumsjahr 1983/84. Am 27.04. war wieder Schwestern-Rellectio im St. Ottoheim. Diesmal hielt Herr Pfarrer Rupprecht einen Vortrag über Dr. Martin Luther´s inneren Weg, mit der ihm sein ganzes Leben beschäftigten Frage: Wie finde ich einen gnädigen Gott? , die ihn am Ende zum Irrglauben führte: Der Glaube allein macht selig.
Der 2. Februar 1983 brachte unserem Berliner Bistum noch eine besondere Freude: Der Bischof von Berlin Joachim Meisner wurde vom Pabst Johannes Paul II. in Rom zum Kardinal (inthrovizsiert). Leider durfte durch die Teilung Berlins bedingt, nur eine kleine Gefolgschaft bei der großen Feierlichkeit anwesend sein; darunter seine Mutter, seine Geschwister und deren Familien und insgesamt etwa 20 Personen seiner engsten Mitarbeiter aus Ost- und Westdeutschland. Überraschend gelang auch einer Westberliner Jugendgruppe die dortige Anwesenheit.
Der Monat Mai weckte in Vielen die alte Wanderlust und so begaben sich am 12.05. Schw. Gerburga und Schw. Cordula nach Berlin, aber leider ins Hedwigskrankenhaus zu Untersuchungen ihres Gesundheitszustandes. Schw. Cordula durfte am Vorabend von Pfingsten zurückkehren, während Schw. Gerburga mehrere Wochen dort verbleiben musste.
Am 07.05. fuhren Schw. Isolde und Schw. Cordilia zur Dekanats-Wallfahrt nach Stralsund mit dem Motto des vom Heiligen Vater Johannes Paul II. ausgerufenen außerordentlichen Heiligen Jahres „zur Versöhnung und (Ermenierung)“ unter den Völkern.
Bald darauf konnten Schw. Isolde und Schw. Cordilia mit der Gemeinde einen Betriebsausflug nach Neu-Brandenburg unternehmen und daselbst das schöne neue Gemeindezentrum besichtigen. Am 06.06. fuhr Schw. Cordilia nach Westdeutschland in Urlaub und Schw. Oberin am 12. Juni in ihr geliebtes Quartier nach Alexanderdorf. Nach dem Fronleichnamsfest begann die längst erwünschte Renovierung des Kapellenraumes: die (markierten) Säulen an den Seitenwänden wurden mit Stückkapitellen versehen, neue Heizkörper eingebaut, neuer Fußbodenbelag unter den Sitzbänken und neuer Wandanstrich. Alle Gottesdienste fanden bis 15. Juli, bis zum Beginn der großen Ferien im Konferenzraum statt.
Vom 08.-14. Juli beehrte uns H. H. Weihbischof Wieder mit einem dreitägigen Besuch gleich zu Beginn der Jungenkur und am 16. Juli Schw. Provinzoberin (M.) Friedlinde und brachte Schw. Gerburga für 14 Tage Krankenhausurlaub mit.
Die Großen-Ferien-Kuren verliefen wie üblich mit viel Freude und ohne jedweden Zwischenfall. Kein einziger Regentag trübte die Ferienwochen; es herrschte im Gegenteil eine seltene Hitze bis zu 30 und 32°C und in Berlin sogar 37°. Am 10.08. besuchte auch H. H. Kardinal für 3 Tage die Mädchenkur, um dann selbst seinen ersehnten Urlaub anzutreten und fortbildend zu studieren.
Am 16.08. wurde unserem Küchenchef Herrn Andreas Hampel, eine kleine Franziska-Maria geboren und am 22.08. konnte er mit seiner Familie den ersehnten Einzug in die (Tor-Morsche-Straße) halten, wo ihm im katholischen Pfarrhaus eine Wohnung neu hergerichtet war.
Ende August war auch das Hauswirtschaftsjahr für die Aspirantur zu Ende und desgleichen das Eignungsjahr für mehrere Kindergärtnerinnen. Damit war Personalwechsel verbunden und diesmal hielten 12 Aspirantinnen ihren Einzug. Schw. Cordula begab sich in den Urlaub nach Alexanderdorf mit Schw. Cordilia.
Einen kleinen Schreck brachte uns der 21.08., als Schw. Oberin dem Convent verkündete: zu einer kleinen 2. Brustoperation müsse sie für einige Tage nach Berlin ins Hedwigskrankenhaus; am 09.06. kehrte sie zurück und am 08.09., am Feste „Mariä Geburt“ konnten Schw. Isolde und Schw. Cordilia auf 50 Jahre Ordensleben zurückblicken und diesen Tag festlich im Schwesternkreis begehen.
Für den 01.10. war in Berlin-Lankwitz die Feier sämtlicher diesjähriger Jubiläen geplant: 5 silberne, 7 goldene, 1 diamantene und eine steinerne Braut waren anwesend.
Auch Schw. Isolde und Schw. Cordilia konnten sich mit ihren Kursschwestern aus Ost- und Westdeutschland treffen und bis zum 06.10. daselbst dankbar frohe Tage verleben.
Nach dem Festtag am 08.09. begab sich Herr Rektor Freyer zur Kur nach Liebenstein, Schw. Irmina in Urlaub und Schw. Oberin Perpetua in Exerzitien und restlichen Urlaub nach Erfurt. Während der Herbstferien vom 15.-22.10. füllten nochmals 240 Schulkinder das Heim und dann zwei Kuren von Kleinkindern mit dem St. Martinsfest und der Adventsfeier, und dem St. Nikolausfest.
Während Schw. Gerburga nach dem langen Krankenhausaufenthalt in Westdeutschland im Urlaub weilte, brach sich am 23.10. Schwester Lioba den rechten Unterarm und war somit in allen täglichen Anliegen der Hilfe von Schw. Reinfrida ausgeliefert. Drei volle Tage musste sie den unangenehmen Krankenhausaufenthalt in Wolgast verkosten und sechs Wochen den Arm in Gips halten, wobei ihr so manches Mal die Geduld ausging.
Nach dem St. Martinsfest musste Schw. Gabriela zur Kniebehandlung ins Hedwigskrankenhaus in Berlin. Am 07.11. war bereits Schw. Cordula mit den Aspirantinnen nach Berlin ins Kindergarten-Praktikum abgereist und sie wohnten in der St. Augustinusgemeinde, Dänenstraße. Am 18.12. feierten alle Aspirantinnen mit Schw. Oberin und Herrn Rektor Freyer daselbst in einer besinnlich-frohen Runde den 4. Adventssonntag und die Vorwegnahme der Geburt Christi. Die 12 Aspirantinnen gingen in den Weihnachts- und Jahresurlaub bis zum Februar 1984. Schw. Cordula und Schw. Gabriela kehrten am 22.12. zurück in den Zinnowitzer Convent.
Für die Hausgemeinschaft mit den Schwestern hielt Herr Pfarrer Freyer als Rektor des Hauses die Weihnachtsfeier am 21.12. um (19 ½ 00) in der Kapelle mit anschließenden Abendbrot, Liedern, und Geschenkverteilung. Vormittag hatten bereits alle Kinder die Heimreise angetreten und am 22.12. verließen auch die Mitarbeiter das Haus, so dass die Schwestern allein waren und die nächsten Vorbereitungen für das hohe Weihnachtsfest treffen konnten.
1984
Am 01.04. war Anreise des Personals und Sonntag darauf ein Tag religiöser Besinnung.
Am 10.01. reisten 106 Vorschulkinder an bis zum 2. Februar. Auch die Aspirantinnen trafen vollzählig wieder ein und das ganze Heim feierte am 03.02. Hausfasching.
Schw. Gabriele Lojak legte am 01.02. das Amt der Gäste- und Personalbedienung aus Gesundheitsgründen (Knie) nieder und übernahm das Plätten und Wäsche ausbessern. Der Namenstag von Schw. Oberin fiel auf den Aschermittwoch und wurde deswegen schon auf den Rosensonntag verlegt, zumal Schw. Oberin mit Schw. Cordula zur Tagung nach Berlin zu Mutter Angela gerufen wurden und daselbst auch Schw. Provinzoberin ihren Namenstag beging.
Mutter Angela ernannte bei diesem Anlass Schw. Cordula zur Novizenmeisterin für die Postulantin Marion Keil aus Stralsund.
Am 25.04. fand in Berlin Michaelkirchplatz während der Vesper deren Einkleidung statt. Da Schw. Cordula auch noch Aspirantinschwester war, wurde mit höherem Einvernehmen das Noviziat bis auf weiteres nach Zinnowitz verlegt. Am 30.04. brachte uns Schw. Provinzoberin die Novizin Schw. (M.) Magdalena, welche in der II. Klausur zwei kleine Zimmer bewohnte und am 1. Mai das Noviziat begann.
Am 14.03. war Schwestern-Rellektio mit den Ordensreferenten Herrn Rupprecht und einem Lichtbildervortrag seines Aufenthaltes in Prag.
Anschließend war vom 14.03. abends – 15.03. abends durch denselben Herrn kirchliche Visitation des Schwestern Convents.
Am 26.03. war abschließender Jahrestag des „Heiligen Jahres“. Herr Kardinal Meisner war mit bevorzugten Rompilgern aus seinem Bistum zurück und lud aus diesem Anlass alle Ordensschwestern seines (Sprengels) zur Eucharistiefeier und anschließendem Beisammensein in die Hedwigskathedrale. So konnte man an diesem Tage an 400 oder mehr Schwestern aus Ost- und Westberlin in den verschiedensten Kleidungen im frohen Gespräch begegnen. Aus unseren Westberliner Filialen trafen wir uns zum Abendbrot in Michaelkirchplatz bei gemütlichen und auch ernsten Plaudereien. Es war einfach herrlich!
Auf den 20.05. legte unser Herr Rektor, der ja gleichzeitig Pfarrer der Gemeinde Zinnowitz ist, den jährlichen Gemeindeausflug, an dem sich auch Schw. Cordilia und Schw. Isolde beteiligten. Die Busfahrt ging über Altentreptow nach Röckwitz und wir besichtigten unterwegs zwei neue Gemeindezentren des Ortsteils der (Diözese) Paderborn. Gestärkt durch den Gottesdienst in Röcknitz und dem guten Mittagessen in Staffenhagen ging es zur Maiandacht nach Demmin, der früheren Kaplanstelle von Herrn Rektor Freyer und dem Wohnort von Herrn Kanokikus Herr Wessels und von dort mit neuen und vielseitigen Eindrücken bereichert heim nach Zinnowitz.
Für den 30.05. war die Berliner-Schwestern-Wallfahrt nach Alt-Buchhorst angesetzt. Eindrucksvoll und befreiend, wie schon einige Jahre vorher auch, war die Dampferfahrt von Friedrichshagen nach (Erkuer) und dem Christian-Schreiber-Haus in A-B, mit dem Gottesdienst im Freien und der Wallfahrts-Spielrunde.
Der Monat Juni brachte für Schw. (M.) Reinfrida Bonk zwei seltene Feste:
am 02.06. den Tag des 65. Ordensjubiläums und am 15.06. den 90. Geburtstag. Zahlreich waren die Gäste aus der Verwandtschaft und erhebend die kirchliche Feier, – so wie die im Schwesternkreis.
Am 16.07. besuchte (H. H.) Weihbischof W. Wieder die Jungenkur und spendete dabei fünf Kindern der Gemeinde Zinnowitz das Sakrament der heiligen Firmung.
Die Kuren in der Saison verliefen ohne besondere Zwischenfälle, mit viel Hilfspersonal und Gemeindehelfern. Der Juni bot vom Wetter her wenig Badegelegenheit, dafür um so mehr der Monat August.
Am 11.08. besuchte (H. H.) Kardinal J. Meisner die Mädchen. Das Personal vereinigte aus diesem Anlass eine gemütliche Kaffeerunde und bei den Schwestern nahm er am Frühstück teil und bescherte alle mit Kaffee und Schokolade.
Am 30. Juni war in Berlin Priesterweihe. Beide (Primizianten) verbrachten danach einige Wochen im St. Ottoheim, teils im Einsatz, teils zur Erholung und spendeten allen Insassen den (Primizsegen).
Im Juli/August befanden sich unter den Priestergästen: Professor Ulrich vom Erfurter Priester-Seminar und Am 24.08. war die Herbst-Dekanats-Wallfahrt zur Marienkirche in Bergen auf Rügen, und wieder nahmen Schw. Cordilia und Schw. Isolde daran teil. An 20 Geistliche der Norddekanate vereinten sich mit (H. H.) Weihbischof W. Wieder und dem Gottesvolk. 50 Jugendliche, meist Berliner Studenten, machten eine 12-Tage-Wallfahrt zu Fuß, um durch die Fürsprache der Gottesmutter der Welt und Kirche Frieden zu erbitten.
Nach Abreise der Schulkinder am 28. und 29.08. wechselten auch einige Kindergärtnerinnen und die Aspirantinnen den Arbeitsplatz. Am 03.09. reisten 9 neue Aspirantinnen an.
Auch Herr Rektor ging für drei Wochen in Urlaub und legte das silberne Jubiläum von Schw. Irmina und das goldene Jubiläum von Schw. Gerburga und Schw. Talida auf den 17.10., dem eigentlichen Einkleidungstag von Schw. Irmina.
Text überklebt.
Am 08.09. konnte die Zisterzienserinnenabtei „St. Marienthal“ bei Zittau, an der jetzigen Oder-Neisse-Grenze auf da 700 Bestehen zurückblicken. Über Schw. (No.) Bernhildis, die stets eifrigen Kontakt mit „St. Marienthal“ und „Marienstern“ gepflegt hat, wurde unsere Schwesternschaft für den 13.09. zu einer Tagesfahrt dorthin geladen. Am Feste Mariä Namen wurden also Schw. Isolde, Schw. Claudia, Schw. Irmina, Schw. Cordula und Schw. Magdalena nach Berlin und von dort ging es mit einem Bus früh um 5.00 nach „St. Marienthal“. Frohe Stunden erlebten wir in diesem mittelalterlichen Klosterbau beim Gottesdienst sowie bei der Besichtigung der Arbeitsstätten und des Klausurfriedhofs.
Ende September fuhren Schw. Firmina, Schw. Radegundis und Schw. Gabriela in Urlaub und auch Schw. Oberin konnte an den nötigen Urlaub, für kurze Zeit wenigstens, denken und begab sich nach Alexanderdorf, und am 14.11. zu Exerzitien nach Erfurt. Am 17.10. waren in der Kapelle im Beisein der Gemeinde der feierliche Gottesdienst der Jubelbräute und die Nachfeier im Schwesternkreis.
Am 09.11. fuhren die neun Aspirantinnen ins 1. Praktikum in die Berliner Kindergärten und wohnten mit Schw. Cordula, als dem „sorgenden Mutterchen“ in Berlin, Dänenstraße. Anschließend verkehrte am 20.12. nach Zinnowitz zurück. Nach dem 3. Adventssonntag fuhr Herr Rektor mit Schw. Oberin mit Weihnachtsgeschenken beladen nach Berlin, Dänenstraße und verbrachte mit den Aspirantinnen eine vorweggenommene Weihnachtsstunde.
Am 11.11. um 11.11 Uhr gab es für alle im St. Ottoheim eine „flüssige Kleinigkeit“ zum Mut machen für die beginnende Faschingszeit.
Vom 22.11. bis 18.12. reisten die letzten Kinder und Gäste an, und ab 15.12. setzte frostige Kälte ein.
Am 20.12. war es soweit, dass die nächsten Vorbereitungen fürs Christfest von jedem persönlich getroffen werden konnten.
Am 19. besuchte uns der außergewöhnliche Beichtvater Herr Kanonikus Wessels und gab jedem Herzen die rechte Weihnachts-Einstimmung durch seine Ansprache über die Hilflosigkeit des Menschgewordenen Gotteskindes und des Menschen im Leben überhaupt.
Nach einer kurzen religiösen Feier in der Kapelle begaben wir uns nach Trassenheide in den „Waldhof“ zum Weihnachts-Mittagessen. Anschließend erhielten die Mitarbeiter im Heim verschiedene Geschenke und „süße Tüten“ und nach frohen Geplauder über die in der Adventszeit verübten „Wichtel-Überraschungen“ begaben sich die meisten auf die Heimreise.
Wir Schwestern waren allein.
Den „Bau“ betreffend sei noch folgendes zu erwähnen:
Im Frühjahr, Sommer und auch noch im Herbst wurde mit Unterbrechungen Straße und Bürgersteig von der früheren Wirtschaft aus bis zum St. Ottoheim für die Autos fahrbar gemacht und der Fußweg mit Betonplatten versehen. Für die Gäste-Autos wurde ein Parkplatz angelegt, die so genannte „Ewald-John-Allee.“
In der Kinderstation „Zimmer 19“ schritt mit vielen Unterbrechungen der Bau ebenfalls voran: Wände neu gezogen, 2 Duschanlagen, neue Fenster, 8 Zimmer und viele weitere wurden erstellt. Noch aber befand sich der ganze Komplex im Umbau, denn andere Arbeitsgänge wurden für vorrangig erachtet, im Heim selbst, wie auch in den Räumen der Pfarrei in der Tor-Morsche-Straße.
Bereits im Frühjahr begann ein gesonderter Bautrupp mit dem Abbruch der Holzbaracke auf dem Wäscheplatz, und dem Ausheben des Fundaments für einen Mehrzweckraum. Dazu musste die gepflasterte Straße um einen Meter verbreitert werden. Da schon 1983 Steine angefahren waren, musste mit dem Bau begonnen werden, weil die Genehmigung sonst verfiel. Nach viel fleißiger Arbeit konnte im November/Dezember der Dachstuhl gesetzt und gedeckt werden mit (Teerkappe).
Bisher hatte das Heim eine eigene Kläranlage mit Abfluss in den hinteren Garten. Auch diese war nun nicht mehr tragbar und musste im Oktober/November an das Straßennetz angeschlossen werden.
1985
Der Winter 1984/85 war äußerst hart und streng und lang anhaltend. Gleich nach dem Weihnachtsfest 1984 schneite es ohne Unterbrechung drei Tage lang. Der Schnee lag vor den Haustüren stellenweise 1 m hoch. Es taute kaum weg, denn nachts herrschte große Kälte bis 20° und darüber. Es gab herrliche Seelandschaften.
Der 7. Januar, als 1 Arbeitstag, vereinte die Hausgemeinschaft nach dem Gottesdienst beim Frühstück; nur die Aspirantur fehlte. Sie hatte nach der (Kdg-Praxis) den Jahresurlaub und reiste erst Anfang Februar zum geschlossenen Unterricht und dann zum Einsatz bei den Schulkindern an.
Der 8. Januar war für die Weiterbildung des Erzieherpersonals gedacht und darum waren für die diese Arbeit Fräulein Gottwald und Frau Wagner vom (CV.) Berlin angereist.
Auch war der 8. Januar der Anreisetag für die ersten Gäste. Der Kälte wegen waren es nur wenige.
Am 10. Januar reisten die Kinder an. Der viele Schnee lockte an die reine, frische Luft und versprach stärkende Gesundheit. Die Frühjahrkuren waren gut besetzt. (Schon im Januar 105 Kinder, die 2. Januar/Februar-Kur mit 253 Schulkindern, die 3. Kur mit 217 und die 4. Kur mit 234 Kindern. Im Mai stieg die Zahl sogar auf 260 Kinder. Darunter waren auch 2 Gruppen älterer, aber debiler Menschen aus Heimen der Stadt Berlin (Buch.). Am 09.02. feierte die Hausgemeinschaft mit dem Thema „Altertum“. Es war sehr gemütlich. Kleine Vorführungen der Aspirantinnen und Kindergärtnerinnen trugen zur allgemeinen Fröhlichkeit bei, und großes Gelächter kam beim Erscheinen von Herrn Rainer Klein in der Verkleidung eines Engels auf. Eine ar, Verlosung und Tanz fehlten auch nicht. Familie John nahm am Fasching nicht teil, weil schon abgereist in den Winterurlaub. Leider kehrte Stefan John mit einem gebrochenen Schienbein zurück.
Am 04.03., gleich nach den Winterferien der Schulkinder trat Herr Rektor Freyer mit vier Mitarbeiterinnen für 14 Tage Urlaub zum Skifahren in der Tschechei an.
Am 17.04. war für die Norddekanate die Frühjahrsrellektio und zugleich Priesternconviat. Uns Schwestern erfreute ein Lichtbildervortrag über Ungarn, gehalten von Herrn Pfarrer Rupprecht, Ordensreferent.
Schw. Provinzoberin (No.) Friedlinde hatte noch vor Ostern die fällige Visitation unseres Convents geplant, was jedoch durch Erkrankung und Tod ihrer Mutter am 10.04. vereitelt wurde und erst nach dem Fest, vom 10.-15.04. nachgeholt werden konnte. Als Ergebnis sei genannt:
1. Allgemeine Ermunterung für die neuen (Roustitutionen).
2. Verpflichtung zur ½ stündigen Betrachtung möglichst morgens in der Kapelle.
3. schriftlicher Wahlvorschlag für 1. und 2. Hausassistentinnen (Schw. Radegundis und Schw. Cordula)
4. Ankündigung eines Besuchs der Generalin mit Assistenz im Juli und des gestellten Vertrags auf Verlängerung der Hausoberin (No.) Perpetua Müller.
Chronik nach Zeitabschnitten: 1947–1961 | 1962–1968 | 1969–1974 | 1975–1979 | 1980–1985


